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Sommerfreizeit der FAH Oelsnitz – Am Egerradweg entlang bis nach Chomutov

Unsere jährliche Sommerfreizeit führte uns diesmal nach Tschechien. 4 Betreuer und 8 Kids umfasste unsere Gruppe diesmal und wir hatten uns vorgenommen, den Egerradweg zu erkunden. Ein Teil von uns hatte sich bereits am Freitagabend im Stützpunkt eingefunden startete dann Samstagvormittag von Oelsnitz mit dem Fahrrad in Richtung Bad Elster.

Im dortigen Naturfreibad trafen wir auf den Rest unserer Gemeinschaft und errichteten unser erstes Lager in der idyllisch gelegenen, historischen Badestätte. Am Sonntagmorgen ging es los zur ersten Etappe, die uns über Podhradi und Libá führte und einen erheblichen Schwierigkeitsgrad hatte. Einige heftige Anstiege waren zu überwinden und jedes Kilogramm Gepäck auf unseren vollbepackten Rädern machte sich in den Beinen bemerkbar. Am Montag erreichten wir schließlich bei Treben den Egerradweg, dem wir, vorbei am gigantischen Kraftwerk, bis nach Sokolov folgten. Die Strecke war weniger anstrengend, da der Radweg nun direkt am Fluss entlang führte und sehr gut ausgebaut war. In Sokolov schlugen wir unser nächstes Lager auf, nicht ohne in unserer Nachtruhe von einigen feierwütigen Nachbarn gestört zu werden. Am nächsten Tag ging es weiter, vorbei an der beeindruckenden Kulisse der Burg Loket und inklusive Überquerung einer sehr wackeligen Hängebrücke, auf einer der landschaftlich schönsten Etappen. Zwischendurch verloren wir etwas den Kontakt zum Radweg und mussten auf der Suche nach unserem nächsten Rastplatz durch den Wald irren. Glücklicherweise erreichten wir das sehr bescheidene, aber wunderschöne Camp schließlich doch noch und verbrachten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer. Inzwischen lief auch der Aufbau des Lagers etwas weniger chaotisch und unsere Schützlinge hatten sich die meisten Handgriffe inzwischen eingeprägt. Die Verteilung der Dienste war natürlich meistens die schwierigste Aufgabe des Tages. Bei angenehmen Temperaturen ging es die nächsten Etappen auch häufig über erhebliche Hindernisse, wie z. B. umgestürzte Bäume, weiter Richtung Chomutov. Den dortigen, riesengroßen und sehr komfortablen Zeltplatz erreichten wir am Donnerstagabend. Eins der Fahrräder hatte leider an diesem Tag seinen Lenker nahezu eingebüßt und die letzten Kilometer mussten in sehr gemächlichen Tempo zurückgelegt werden. Im strömenden Regen ging es dann am Samstagmorgen Richtung Bahnhof, den wir völlig durchnässt erreichten und die Odyssee durch die Züge nahm ihren Lauf. 12 vollbeladene Fahrräder sind der Traum jedes Zugbegleiters und wir wurden nicht immer freundlich empfangen. Über Johanngeorgenstadt und Zwickau führte uns die Zugfahrt zurück ins Vogtland. Die Gruppe musste sich nun schweren Herzens wieder trennen und kann nun auf eine anstrengende, aber auch wunderschöne Zeit zurückblicken.